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Inhaltsverzeichnis

LAGARDE

Paul de Lagarde

1827-91
Orientalist und PHILOSOPH
- beschrieb den STAAT seiner ZEIT als eine Kaste, das politische LEBEN als Possenspiel, die öffentliche MEINUNG als eine feige Dirne und meinte zu guter Letzt, daß es bis dato noch nie einen deutschen Staat gegeben habe;
- Zu den Bewunderern seiner KULTURKRITIK zählen u.a. Masaryk, STEINER und Thomas Mann, der Lagarde als praeceptor Germaniae huldigt. (Klein)
- Gegner Hegels: wirft HEGEL die Scholarisierung der deutschen LITERATUR vor
- sieht die minderwertigen semitischen religiösen Instinkte aus dem Alten Testament und will diese aus dem CHRISTENTUM ausgeschieden wissen, denn „an dessen Einfluß ist das EVANGELIUM… zugrunde gegangen“ (LUKACS)

Lehre

- das Unverdorbene ist das Überschaubare: ein STAAT bedarf überschaubarer Hierarchien, die nur in einer ländlichen Struktur möglich sind
- die Kommerzialisierung des Lebens und die moderne Verstädterung sind Folgen des LIBERALISMUS und der modernen KULTUR und bringen die MENSCHHEIT nicht weiter, statt dessen muß eine nationale RELIGION entwickelt werden, die über die bisherigen christlichen Konfessionen hinausgehen kann
- will dabei alles Artfremde ausklammern, z.B., aber nicht nur die JUDEN, mit denen es keine Kompromisse geben könne: Mit Trichinen und Bazillen wird nicht verhandelt, Trichinen und Bazillen werden auch nicht erzogen, sie werden so rasch und so gründlich wie möglich vernichtet.
Ziel: eine dem deutschen WESEN entsprechende Religionsform des Christentums bilden, das die historische Entwicklung berücksichtigt, also auch sogenannte heidnische Bestandteile in sich aufnimmt

lagarde.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:15 (Externe Bearbeitung)