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Inhaltsverzeichnis

TOLSTOI

Leo Tolstoi

um 1900
russischer Dichter und Sozialrevolutionär
- lautlos, aber aktive Protestation gegen die Welt, die der Bergpredigt Genüge tun muß → das (räuberisch) Erworbene – privare, räuberisch erworben - müsse der Welt zurückgegeben werden;
- manchen gilt Tolstoi als Revolutionär, der Kirche und Sitte bedrohe; anderen als Reaktionär, der Bildung verneine und Kultur vernichten wolle; er bleibt ein Entlaufener unserer Kultur
- schuf das Bewußtsein von der bösen Kunst als Feind der Menschheit, denn die menschliche Entwicklung geschieht vom Geist aus, die heutige - um 1905 - Kunst jedoch sterilisiere alle Ideen, da sie als Abführmittel des Keimenwollenden verwendet wird
- kein Mensch ist würdig, über andere zu richten
- verachtet die Kunst, weil sie die Menschen abhält, sich umeinander zu kümmern
- Kann man aus Romanen Stücke ziehen, die aufs Theaterpublikum wirken? (Bahr)
- forderte ein Zurück zum tierischen Leben, denn Transzendenz sei Willensmetaphysik, also tierisches Leben
- Meister des Details: sein Genie liegt in der Fähigkeit, die Trennung des Menschen vom Elementaren und seine Hinwendung zur Kultur zu überwinden und einen Sieg über die eigene Natur zu erringen: Tolstoi ist ein Gedoppeltes samt der Grenze
- der künstlerische Schwerpunkt in seinen Werken ist das Erzählerische, nicht das Dramatische, nicht der Dialog, sondern das Was, was über die Personen gesagt wird: manchmal ist das Schweigen bodenlos tief und weise
- da es keine Helden gibt, gibt es auch keine Tragödie: alles kehrt zum Unpersönlichen, Ideen- und Willenlosen, Außermenschlichen zurück → keine Katastrophe [wie im Drama]
- ist kein Freund Hölderlins oder Nietzsches → ihn läßt das Gewissen der Ohren im Stich: das anspruchsvolle Gefühl für die lautliche Form der Rede (Mereschkowski)

Lehre

- das Geheimnis des Todes liegt jenseits des Lebens
- Verse sind Fesseln der Gedanken

 
tolstoi.txt (660 views) · Zuletzt geändert: 2015/12/13 11:36 von aerolith
 
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