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HARDENBERG

Karl August Fürst von Hardenberg

1750-1822
POLITIKER
- ehelichte wider Willen die lebenslustige Gräfin REVENTLOW statt der geliebten Schwester vom Steins, die ihn mit dem König von England, Georg III., und anderen betrog → SCHEIDUNG
- war selbst auch kein Kind von TRAURIGKEIT
- 1785 bei der Entstehung des Fürstenbundes unter dem hannoverschen HERZOG beteiligt
- mit CAMPE Plan zur Reform des Unterrichtswesens → SCHULEn wurden landesherrlichem Amt unterstellt und unterstanden den Lehrprinzipien Pestalozzis
- Probleme mit den Ständen
- kein demokratisch-revolutionäres STREBEN, sondern aufgeklärter Absolutist
- Hinwendung zu PREUßEN
- trotz unterschiedlicher Auffassungen zur Bündnispolitik FREUNDSCHAFT mit HAUGWITZ seit 1793 → machte ihn 1803 in Preußen zu seinem Urlaubsstellvertreter
- wurde von NAPOLEON gehaßt, der ihn als Verräter etc. bezeichnete, so daß Hardenberg im APRIL 1806 aus dem aktiven DIENST und fortan allen Patrioten als VORKÄMPFER gegen den Unterdrücker galt, der er eigentlich nicht war
- 1807 wieder ins Amt geführt, weigerte sich Napoleon, mit Hardenberg zu verhandeln, worauf Hardenberg STEIN als Minister vorschlug und sich nach RUßLAND verfügte
- 1810 wieder eingestellt, diesmal als Staatskanzler, als das Ministerium Dohna die Kontributionen für Napoleon nicht aufbringen konnte
Hardenbergs Finanzierungsplan zur Tilgung der Schulden bei Napoleon sah folgendes vor:

  • die AUFHEBUNG der ständischen Steuerprivilegien
  • die Aufhebung des städtischen Zunftmonopols
  • die Aufhebung der Zwangs- und Bannrechte
  • die volle FREIHEIT des Gewerbes
  • den Erbpächtern wird gegen Zurückgabe eines Dritteils oder der Hälfte ihrer Grundstücke an die Gutsherrschaft das volle EIGENTUM an dem Reste verliehen → dieser Punkt wurde besonders heftig attackiert, von RITTERgutsbesitzern und einfachem VOLKe gleichermaßen

- gab dem Ministerrat keine Stimme, sondern nur Berichtsbefugnis; imgleichen hatte die VOLKSVERSAMMLUNG kein Stimmrecht, keine Entscheidungsgewalt → dennoch nicht unbedingt eine DIKTATUR, da die verschiedenen KÖRPER im Staatswesen Hardenberg schon zusetzten und seine Entscheidungen maßgeblich beeinflußten, zudem über den König – Friedrich Wilhelm - viele Petitionen ihren Weg zu Hardenberg fanden
- seine strikte antinapoeleonische POLITIK stand gegen die Ansichten des Königs, der sich Rat bei KNESEBECK und ANCILLON holte
- versagte nach dem SIEG bei Leipzig, als er Metternichs Hinhaltetaktik tolerierte und nicht hart auf SACHSEN und linksrheinische Gebiete bestand → GRUND war die Russophobie und ein CHARAKTERfehler, der Hardenberg immer wieder in Dämmerungszustände brachte, selbst als GNEISENAU alle zum Rheinübertritt überredet hatte, dämmerte Hardenberg weiter und sprach von rechtsrheinischen Gebieten, die Preußen beanspruche, damit ganz im Fahrwasser Metternichs und Knesebecks, die auf einen kommenden Kongreß verwiesen, wo solche Fragen erörtert werden sollten
- nach dem WIENER KONGREß wirkte Hardenberg kaum noch, obwohl in führender Position, und überließ die ARBEIT den Beamten
- bewirkte jedoch noch, daß in ZUKUNFT die Aufnahme einer Staatsanleihe, Edikt über Staatsschulden von 1820 nur unter Zuziehung und Mitgarantie der künftigen REICHSSTÄNDE erfolgen dürfe

hardenberg.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:12 (Externe Bearbeitung)