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POSITIVISMUS

Positivismus

- beschreibt alles Wissen als Zusammenfassung von Tatsachen, d.h. die spekulativen Systeme werden zugunsten der durch empirische Beobachtung gewonnen Fakten abgelehnt, denn nur die Fakten begründen Philosophie
- entstanden aus dem französischen Materialismus des 18. Jahrhunderts über die Linie D´Alembert, Turgot, Comte, Condorcet, Saint-Simon
- sein grimmigster Feind ist die Sozialdemokratie
- fragt nach der Gemeinschaft zuerst, dann nach dem Individuum → d.i. eigentlich Sozialismus (Bahr)
- der aufklärerische Bildungsliberalismus des 19. Jahrhunderts (Binder)
- besitzt die gefährliche Eigenschaft, die von ihm bloß widerholten Tatsachen der Erscheinungswelt durch diese Wiederholung zur Norm zu erheben und somit Konformismus und Anpassung zu erzeugen (Horkheimer)
- der Gesetzgeber vermag jede beliebige Regel zu geltendem Gesetz erheben → das gesetzte Recht ist also Recht (Plessner)
- nähert sich mit dem Vormarsch der Idee des allgemeinen Wahlrechts (Rothacker)
- sah sich an den Siegeswagen der Naturwissenschaften gefesselt (Träger)

Grundsätze

  1. Quelle der menschlichen Erkenntnis ist das Gegebene, die positiven Tatsachen
  2. gegeben ist nur eine variierende Mannigfaltigkeit von Sinneseindrücken
  3. der common sense ist nicht gegeben → Gegnerschaft zum Naturrecht
  4. grundlos ist die Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt als zweier wesentlich verschiedener Gebilde
  5. es gibt keine metaphysische Erkenntnis, weil sie nicht auf Sinneseindrücke zurückführbar sind
  6. das Wesen der Erscheinungen ist nicht zu erkennen, imgleichen die Entwicklungsgesetze der Gesellschaft

Logik

- Ökonomieprinzip des William von Ockham wird betont → entia non sunt multiplicanda praeter necessitatem
- will der Philosophie einen Bereich eigener, im Sinne von Exaktheit, logischer Konsequenz und Genauigkeit wissenschaftlich bearbeitbarer Aufgaben zuzuweisen → führt letztlich nur zur Sprachphilosophie, die sich in engen Grenzen wiederfindet und ihren Bezug zum Leben zu verlieren droht, Verifikationsprinzip

Neo-Positivismus

auch logischer Positivismus oder Neopositivismus:

  • betont gegenüber dem herkömmlichen Positivismus besonders Sprache und Logik in der Entwicklung positiver Überzeugungen
  • an Stelle der empirischen Erörterungen treten logische Untersuchungen der sprachlichen Gebilde → diese Sätze müssen sinnlich wahr sein, sonst sind sie von vornherein sinnlos
  • Ablehnung der Metaphysik, weil ihre Sätze auf Annahmen beruhen, die empirisch nicht verifizierbar sind → Metaphysik ist deshalb sinnlos, -leer
  • es gibt das Problem der Mathematik, die von nicht weiter verifizierbaren Annahmen ausgeht!!!
 
positivismus.txt (854 views) · Zuletzt geändert: 2016/10/10 17:31 von aerolith
 
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