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aesthetik

ÄSTHETIK

KUNSTLEHRE, THEORIE der schönen und freien Künste
WISSENSCHAFT von WAHRNEHMUNG, EMPFINDUNG, Aisqhsiz (BAUMGARTEN)

- Baumgartens Aesthetica von 1750 will eine Wissenschaft der SINNeserkenntnis, die als niedere ERKENNTNIStheorie die WOLFFsche LOGIK ergänzen soll
- als Wahrnehmungsform abzulehnen
- als SYSTEMENTWURF abzulehnen: Frage nach dem Was ist? Hegels ist abzuweisen
- Ästhetik galt als Gottesdienstersatz; dem kann heute nicht mehr Rechnung getragen werden (HEIDEGGER)
- Wissenschaft von den Regeln der SINNLICHKEIT überhaupt (Kant)

deutsche Ästhetik

- pflegte nach LEIBNIZ den GEDANKEn, daß künstlerische FORM um so höher zu bewerten sei, je mehr Mannigfaltigkeiten sie zur EINHEIT stimme (Rothacker)
- nahm im 19. Jahrhundert keinen Anteil an den großen treibenden IDEEn (Wunberg)

Geschichte der Ästhetik

- in der ANTIKE ist die Ästhetik objektiv orientiert → SCHÖNHEIT existiert unabhängig vom menschlichen Wollen, Schaffen, Betrachten
- es fehlen moralische Kriterien → das SCHÖNE ist EWIG und unwandelbar, also höchste Idee
- die alte Ästhetik war um 1919 windelweich geklopft von der brachialen Äußerlichkeit der Siegermächte, die ihr SYSTEM aufzwangen → das aber wollten die Deutschen nicht wahrhaben -

  • daß sie besiegt worden seien;
  • daß sie nun nach der NASE der Sieger zu tanzen hätten

- um 1919 SIEG des großstädtischen Literatentums - H. MANN, Feuchtwanger, ZWEIG, BRECHT, WEDEKIND, Tucholsky - über die alte Ästhetik der Kaiserzeit;
Müller, Groos: Gefühle → KUNSTWERK; assoziative Werte
Külpe: GEFÜHLe → Kunstwerk; analytische Betrachtung des Schönen
Volkert: es muß Normen für die Kunst geben
Witasek: der schöne SCHEIN ist das WESEN des ästhetischen OBJEKTs, welches die PHANTASIE in Gang setzt
Theodor von Lipps: Einfühlungsästhetik (ROSENBERG)

systematische Ästhetiken

Sinn der Ästhetik

- Mimhsiz, die ihr IDEAL in der Schöngutheit, kalokagawia, findet
- das Schöne liegt im Symmetrischen und Harmonischen, das an sich gefällt und eigene GEFÜHL erzeugt → darin zeigt sich die sittliche FUNKTION des Schönen (Platon)
dagegen: das Schöne gefällt durch sich SELBST und in der ANSCHAUUNG (THOMAS)
- das Schöne ist das an der Idee Hervorstrahlende, die Transparenz des Göttlichen (PLOTIN)
- die VOLLKOMMENHEIT der sinnlichen Erkenntnis als solcher (AUFKLÄRUNG)

Ursprung der Ästhetik

- Gefühle des Kunstempfängers, auf denen aber allgemeingeltende Ästhetiken geschrieben wurden → ENTWICKLUNG zur PSYCHOLOGIE (Rosenberg)

aesthetik.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/28 16:04 (Externe Bearbeitung)