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GESCHICHTE

- aus dem althochdeutschen Wort für Geschehen; etwas Neues, etwas anderes;

- Exegese der Menschheit (Bachofen)
- hat keinen anderen Sinn als den des Werdens und der Entwicklung des Selbstbewußtseins (Bauer)
- ist mir noch immer größtenteils Poesie, sie ist mir eine Reise der schönsten malerischen Kompositionen (Burckhardt)
- die Essenz unzähliger Biographien (Carlyle)
- in einem Gespräch mit Luden äußert Goethe nach der Lektüre der Memoiren des Herzogs von St. Simon Skepsis in bezug auf den Wahrheitsgehalt der geschichtlichen Überlieferung
- das einzelne ist eine Masse von Torheiten → Streitpunkt zu Hegel, der mitunter dem einzelnen einen Blick auf das Wesentliche konzediert
- entwickelt den Polaritätsgedanken

AugustinPelagius
die Seele des Menschen ist durch Illumination zum Glauben befähigtder Mensch kann aus sich selbst das Heil erreichen und ist selbstverantwortlich
Ursünde und Erbsünde, sowie göttliche Gnade sind prädestiniertdie Willensfreiheit ist gesetzt; der Mensch kann sich entscheiden, ob er gut oder böse sein will
die Kirche beherbergt auch Sünder, aber es gibt nur eine Kirchedie Geschichte ist ein Hin und Her zwischen diesen beiden Meinungen

- kann immer nur ein formloses Aggregat zusammenhangloser Einzelereignisse herstellen (Hamacher)
- im Gegensatz zur Historie das wirkliche Handeln, die Bewältigung des Schreckens: das, was geschieht, wird als authentisch bedeutungsvoll erlebt - Verantwortungsgefühl!
- Entschlossenheit gegenüber dem Tod
- Bergung des Seins in das Seiende
- der Entwurf des Seins als Ereignung → hier enthüllt sich das Sein in jener Wesung, aufgrund deren Abgründigkeit die Ent-Gegneten - Götter und Menschen - und die Strittigen (Erde und Welt) in ihrer ursprünglichen Geschichte zwischen das Sein und das Seiende zum Wesen gelangen
- sie spielt allein im Zwischen als dem Grund des Streites von Welt und Erde → Ereignung des Zwischen
- das Sein als Ereignis ist die Geschichte → von hier aus muß deren Wesen, unabhängig von der Werdens- und Entwicklungsvorstellung, unabhängig von der historischen Betrachtung und Erklärung, bestimmt werden (Heidegger)
- verschieden vom Begriffe der Gegenwart, sondern, nach der Eigentümlichkeit, Individualität, der eigenen geschichtlichen Bedingun­gen (Herder)
- ein opus restaurationis, d.i. eine Entwicklung, die allein der Wiedergewinnung des in der Schöpfung zugedachten und im Sündenfall verlorengegangenen Heils der Menschheit dient – Hugo von St. Viktor
- teleologisch zu begreifendes Fortschreiten (Humboldt)
Geschichte - das sind nicht nur Kriege,
Erfindungen, ein großes Was,
Geschichte ist auch
Duft,
Geschmiege
von Klängen, von Gezweig und Gras.
Geschichte ist nicht nur in den Dingen,
in eingebundener Weisheitsfracht,
nein, auch in einem Sichumschlingen,
drin, wie man trinkt und singt und lacht.
Im Fluge der Jahre, Wehn der Lüfte,
in allem, was da schwimmt und schwirrt:
als Meeresrauschen,
Frauenhüfte,
als Kinderweinen,
Hufgeklirr.
All der Ideen erhabne Zonen
durchtönt, durchstöhnt es nah und fern,
durchirrn
verschwimmende Visionen,
durchschimmern flimmend Aug und Stern… (Jewtuschenko)
- kennt keine Wiederholung im Sinne der Gleichheit, wohl aber in dem der Ähnlichkeit (Edgar Jung)
- muß selbst zur Beßrung der Welt den Plan enthalten, und zwar nicht von den Teilen zum Ganzen sondern umgekehrt
- die Erziehung der Menschheit durch die ihr gewordene göttliche Offenbarung macht den Sinn der Geschichte aus (Kant)
- das biologische Erfassen verleiht den Dokumenten erst den metaphysischen Sinn (Kolbenheyer)
- ist im Rahmen der für die Induktion geltenden erkenntnistheoretischen Kautelen (Vorbehalte) und Ergänzungen eine induktive Wissenschaft; also kann nur der jeweilige Charakter des induktiven Beweisverfahrens und dessen verschiedenartige Auffassung wahrhaft wissenschaftliche Gegensätze und Strömungen in ihr begründen (Lamprecht)
- ist eine permanente Negation; Negation der Vergangenheit und der Gegenwart, des Vergangenen und des gegen­wärtigen Zustandes (Liebknecht)
- Projektion des Willens, Vorgang des Bewutseins
- scheinheiliger Tribut an sukzessives Zeitverständnis (Mann)
- Wir kennen nur eine einzige Wissenschaft, diue Wissenschaft der Geschichte. Die Geschichte kann von zwei Seiten aus betrachtet, in die Geschichte der Natur und die Geschichte der Menschen abgeteilt werden. Beide Seiten sind indes nicht zu trennen. (Marx)
- Das in der Geschichte erscheinende Wissen kann nur sinnvoll, das absolute Wissen nur der entfaltete Sinn sein, oder es wäre keines. Die Geschichte ist eine Geschichte von Klassenkämpfen, sie entspringen der Herr-Knecht-Dialektik, ihre Umwälzungen der Dialektik von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen, ihr Sinn ist der Fortschritt im Bewußtsein der Freiheit. (Menasse)
- einige hundert Kilogramm Menschen werden hin und her geschüttelt, um Zukunft aus ihnen zu machen - Ulrich ist empört über diese Meinung (Musil)
- An die Geschichte verweise ich euch, forscht in ihrem belehrendem Zusammenhang nach ähnlichen Zeitpunkten und lernt den Zauberstab der Analogie gebrauchen.
- vergänglich ist nichts, was die Geschichte ergriff, aus unzähligen Verwandlungen geht es in immer reicheren Gestalten erneut wieder hervor
- mit der Zeit muß die Geschichte Märchen werden – sie wird wieder, wie sie anfing (Novalis)
- der Exodus des Gottesvolkes (Otto von Freising)
- ein Friedhof der Aristokratien und die Stätte eines latenten Bürgerkriegs: die jeweiligen Eliten bzw. Gegeneliten halten die Massen entweder in Schach oder setzen sie in Berufung auf ihre ureigensten Interessen durch Ideologien in Bewegung und so weiter und so weiter und so weiter (Pareto)
- lehrt, daß das, was an Kunst gültig blieb, als Bestandteil lebendiger künstlerischer Kommunikation auch noch zu wirken vermag, wenn die Gemeinde, aus der heraus sie entstanden ist, längst aufgelöst oder ausgestorben ist (Redeker)
- aus dem Geschehenen wollen wir auf das schließen, was geschehen kann (Rousseau)
- ein Gemälde
- kausale Verkettung von Begebenheiten
- Ich wollte, daß ich zehen Jahre nichts anderes getan hätte, als mich mit Geschichte zu beschäftigen. (Schiller)
- kann nie der Gegenstand einer Wissenschaft sein, denn sie ist ihrem Wesen nach lügenhaft (Schopenhauer)
- Verwirklichung möglicher Kultur
- keine Naturwissenschaft, die zergliedert das Gewordene → nicht exakt
- Natur soll man wissenschaftlich traktieren, über Geschichte soll man dichten. (Spengler)

Bedeutung des Unterwegs durch die Geschichte

- die Wahrheit des Seins zur Sprache bringen (Heidegger)

Ende der Geschichte

- rekurriert auf Parusie der prinzipiellen Identität von Mensch und Natur (Meyer)
- nicht schlechthin Negation der Geschichte sondern ihr notwendiges Resultat (Solowjew)

Geschichte vs. Ewigkeit

- sind verbunden den Glauben, der Erkenntnis ist, durch das Heilswirken in den Sakramenten und durch die contemplatio, wie sie besonders im Umfeld von Hugo von St. Victor gepflegt wurde (Rauh)

Grundfrage der Geschichte

- die nach geschichtlicher Freiheit und geschichtlicher Notwendigkeit (Lamprecht)

Kult der Geschichte

- nichts anderes als der Kult der vollendeten Tatsachen (Camus)

pragmatische Geschichte

- wenn sie klug macht, die Welt belehrt, wie sie ihren Vorteil besser oder wenigstens ebenso gut als die Vorwelt besorgen könne… (Kant)

Richtungen der Geschichte

Die universalhistorische Richtung ist unhaltbar, die staatsgeschichtliche leidet an Mangel zuverlässig anerkannter Werte und sicherer Urteile, von der chronologisch-antiquarischen zieht sich der gebildete Mensch mehr und mehr zurück und schaudert vor dem Abgrund eines den Geist ertötenden, unermeßlich nichtigen Wissens. (Lorenz)

Thema der Geschichte

- die Verfugung der beiden Urphänomene derselben, Seßhaftigkeit und Wandertätigkeit (Nomadentum) des Menschen, ihr ewiger Kampf um Statuierung (Beharrung) und Entwicklung, auch Zerstörung

 
geschichte.txt (1008 views) · Zuletzt geändert: 2017/07/26 20:20 von aerolith
 
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